LKT-Schule Kunsttherapeutische Aus- und Weiterbildung für soziale, pädagogische und Heilberufe
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Knallbunt durch die Quarantäne!

 

Vielen Dank für die tollen Beiträge!

 


Auch Du bist herzlich eingeladen, Dich an unserer Aktion

Knallbunt durch die Quarantäne zu beteiligen.

Stelle Dich kreativ dem Virus entgegen!
Zeig ihm, wo der Pinsel hängt!

Male, gestalte, dichte, musiziere, hämmere, filze, knete, schweiße, matsche, …
Knall ihm Kleister, Filz und Pappe um die Andockstellen!
Bring Farbe auf den Mundschutz und streu Glitzer in die Seife!

Lass alles raus, was Dich in diesem Zusammenhang beschäftigt.
Werde „kreaktiv“ gegen Corona!


Schicke uns
, wenn Du magst,
ein Foto oder einen kurzen Film / Tonaufnahme von Deinem Werk.

Wir möchten die Werke sammeln

und sie hier und auf unserer Facebook-Seite ausstellen.
Du kannst anonym bleiben oder
Dich mit Deinem echten oder ausgedachten Namen beteiligen.
Keine Sorge, Du wirst danach nicht von uns mit Werbung zugeschmissen.
Wir möchten einfach ein bisschen Farbe hinter die verschlossenen Türen bringen
und andere Menschen dadurch vielleicht ebenfalls inspirieren,
sich individuell „kreaktiv“ der Krise entgegen zu stellen.

Wir freuen uns auf Dein Werk und eine kunterbunte Sammlung!

Liebe Grüße
und bleib gesund!

Dein LKT-Schule-Team

 

Kreativ während und nach der Corona-Krise

Es gibt derzeit wohl kaum jemanden, der nicht direkt oder indirekt von der derzeitigen Krise rund um das Coronavirus SARS-CoV-2 und die daraus entstehende Erkrankung COVID 19 betroffen ist.

Es ist eine unausweichliche Tatsache: dieses Virus hat unsere ganze Welt fest im Griff! Innerhalb weniger Wochen hat es unser modernes Leben einfach mal eben so, sprichwörtlich „an den Eiern gepackt und aufs Kreuz gelegt“. Und dabei fühlten wir uns doch so sicher.

Die Menschen, das soziale Leben, die Wirtschaft, …, sind weitgehend auf Tauchstation gegangen. Das Gesundheitssystem droht zu kollabieren, wenn wir die Ansteckungswelle nicht ausbremsen.
Es bleibt uns derzeit kaum eine andere Möglichkeit, als die Decke über den Kopf zu ziehen und abzuwarten, bis wirkungsvolle Medikamente und Impfstoffe entwickelt wurden oder erst dann wieder aus der Tauchstation aufzutauchen, wenn sich eine Herdenimmunität entwickelt hat. Wir sollten uns aber wohl darauf einstellen, dass das nicht allzu bald der Fall sein wird.

Dass wir das hinbekommen, ist keine Frage.
Wie wir diese Zeit erleben, liegt jetzt und auch irgendwann, wenn der ganze böse Zauber vorüber ist, in unseren eigenen (kreativen) Händen.

 

Welche Sorgen, Nöte und Ängste beschäftigen uns derzeit?

Das ist von Mensch zu Mensch verschieden und könnte zum Beispiel ein individueller Mix aus Folgendem sein:
 

  • Viele Menschen plagen sich mit der Angst vor Ansteckung und der Sorge, selbst oder nahestehende Personen könnten womöglich schwer erkranken.
    Meine / unsere körperliche Sicherheit ist bedroht! Bin ich stark genug? Kann ich meinem Körper vertrauen? Ist mein Leben bedroht? Sind meine Lieben in Gefahr? Wie kann ich mich vorbereiten? Gefahr oder harmloser Infekt? Risiko schwer einschätzbar, unbekannter Gegner. Ist die medizinische Versorgung gesichert? Angst vor Schmerz, Tod, Würdeverlust, Verlust… Was, wenn das Schlimmste eintrifft?
     
  • Einige haben auch Sorge, in finanzielle Not zu geraten. Sei es die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, dem Verlust der eigenen Firma oder des Ersparten.
    Was bin ich ohne Geld und / oder Status? Kann ich mich und meine Familie weiter ernähren? Werde ich satt? Können wir unseren Stand halten? Müssen wir womöglich umziehen oder uns von Besitz trennen? Werde ich obdachlos? Worauf müssen wir verzichten? Ist unser Fortbestehen gesichert? Bin ich stark genug für einen Plan B? Vertraue ich mir, immer eine Lösung zu finden? Bin ich stark genug, zu überleben?
     
  • Auch die Angst vor weltwirtschaftlicher und infolge dessen womöglich sogar politischer Destabilisierung, treibt so manchen um.
    Mein Sicherheitsbedürfnis schlägt Alarm! Ist unser Sicherheit vermittelndes System noch sicher? Sind Demokratie, Frieden, Sozialabsicherung, Bündnisse, …, in Gefahr?
     
  • Manche befürchten, nicht mehr mit dem Lebensnotwendigen versorgt zu werden. Nudeln, Heizöl, Klopapier, … - Hamsterkäufe lassen dies sichtbar werden.
    Den Letzten beißen die Hunde! Anarchie vs. Solidarität?
     
  • Die soziale Isolation, der auf Abstand gebrachte menschliche Kontakt, ist für viele eine ganz außerordentliche Belastung. Denn nicht jede/r hat innerhalb des eigenen Wohnbereiches Sozialpartner. Wir Menschen sind keine autarken Einzelgänger. Wir brauchen unsere soziale Gruppe. Allein wären wir aufgeschmissen. Es hat auch nicht jede/r „Online-Freunde“, mit denen ein fernfreundschaftlicher Austausch möglich wäre. Das soziale Netz, wie es bisher gepflegt wurde, ist momentan stark beeinträchtigt.
    Bin ich allein? Einsamkeit, Hilflosigkeit, Angst, …
     
  • Zudem kann auf dem engen Raum in der Wohnung, zusammengepfercht mit der ungewohnten Nähe vielleicht nicht so gut gewachsenen Familienmitgliedern, eine Quarantäne durchaus auch zu einer Zerreisprobe werden. Stress, Sorgen, Angst, fehlender Ausgleich, Konflikte, Budenkoller, fehlender Freiraum, Kompensationsnot, Aggression, … können zu ernsten Problemen führen.
    Wohin mit dem Überdruck?
     
  • Manche Eltern sehen sich vor der Herausforderung, ihren Kindern das Online-Lernen einzurichten und sie dabei zu begleiten. Für einige ist das durchaus eine kaum zu bewältigende Aufgabe. Der Erwartungsdruck, die Konfrontation mit eigenen Defiziten, der Stand im familiären Gefüge, die größere Verantwortlichkeit, das ständige Zusammensein mit lieben Kleinen und die eigenen Unsicherheiten können zum Stressfaktor beim Home-Schooling werden.
    Bin ich gut genug als Elternteil? Bin ich gut genug?
     
  • Der veränderte Tagesablauf kann auch Sorgen bereiten. Nicht nur, dass dieser für das Gewohnheitstier Mensch nur schwerlich eine reibungslose Umgewöhnung bedeutet, es kann auch vielleicht alte Wunden wieder aufreißen. Es ist oft mehr, als liebgewordene Gewohnheiten abzulegen. Die Abläufe der Tage und Wochen sind verändert. Wer, vielleicht in einer Therapie oder auf anderem Wege, gelernt hat, dass u.a. diese Abläufe, das Rausgehen oder das aktive Interagieren vor psychischen Krisen bewahren können, für denjenigen sind es eben nicht „nur“ ein paar liebgewonnene Gewohnheiten.
    Kann die soziale Isolation, das eventuelle Treiben in der Tageszeit, der fehlende Ablauf, die Einsamkeit und weiteres zu einer triggernden Bedrohung werden?
     
  • Auch andere Trigger können den Menschen begegnen. Wem Krankheit, Lebensangst, Schmerz, Krankenhaus, Hospitalisierung, Einsamkeit, Existenzbedrohung, Isolierung, Ausgrenzung, Bore-Out, Keimphobie, soziale Phobie, Hunger, Anarchie, Krieg, Flucht, Seuchen, Tod, Hilflosigkeit und bestimmt noch vieles mehr, schon einmal im Leben begegnet sind, derjenige wird gerade in diesen Tagen möglicherweise den Trigger spüren.
     
  • Einigen macht auch der, wenn auch nur vorübergehende, Verlust der Freiheit(en) zu schaffen. Wir haben momentan nicht mehr die Freiheit, zu verreisen, einen netten Abend mit Freunden zu verbringen, shoppen zu gehen, uns beim Vereinssport auszupowern, im Kino einen Film anzuschauen oder andere. Wer schon einmal einen Mangel an Freiheit erlebt hat, wird sich vermutlich nur schwer an eine Freiheitsbeschränkung gewöhnen wollen, auch wenn der Verstand die Notwendigkeit durchaus einsieht.
    Freiheitsdrang contra Sicherheitsverhalten?
     
  • Viele Menschen würden gerne etwas tun, aktiv werden. Wir reagieren zumeist entweder mit Flucht, Kampf oder Starre auf Bedrohungen. Flucht ist eigentlich keine Option, denn das Virus ist praktisch überall. Starre ist für die meisten Menschen nicht die Reaktion erster Wahl, denn sie vermittelt das Gefühl von Hilflosigkeit. Quarantäne ist auch eine Art von Starre. Lieber würden sie kämpfen. Aktionismus, ob blind oder sinnvoll, begegnet uns in diesen Tagen an vielen Stellen. Wohl dem, der ihn wohlbringend kanalisieren kann.
    Was, zur Hölle, kann ich tun?
     

Dennoch gibt es auch Positives:

Viele Familien rücken wieder näher zusammen, essen wieder miteinander, reden, spielen, lernen sich wieder wertzuschätzen. Das Gemeinschaftsgefühl wird stärker, man erkennt, wie gut man es hat, sich zu haben.
Auch das Umweltbewusstsein wächst bei vielen Menschen zurzeit und es scheint ein Umdenken in Gang zu kommen. Die Natur profitiert spürbar von unserer Starre.
Es bleibt zu hoffen, dass wir Menschen aus dieser Krise lernen und gestärkt hervorgehen.
Und nutzt man in diesen Tagen die unfreiwillig hinzugewonnene Zeit oder eine kleine Pause, um mal quer durchs Netz zu streifen, kann man sich über so manchen kreativen Überraschungs-Fund freuen.
Hoffnung trägt uns durch schwere Zeiten!

 

Frage Dich doch einmal...

Was genau macht mir denn überhaupt Sorgen / Ängste?
Bin ich gut und seriös informiert?
Wie groß ist die Bedrohung wirklich?
Wie kann ich mich und meine Lieben schützen?
Und wie kann ich mir die Zeit so angenehm wie möglich gestalten?
Welche Verläufe sind denkbar und was wären meine Lösungsstrategien?
Was wäre der Worst-Case und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass er eintrifft?
Was ist wirklich realistisch?
Wo bekomme ich Hilfe?
Brauche ich die Hilfe überhaupt?
Oder bin ich eigentlich ganz gut aufgestellt, um gerade in dieser Krise meine Flexibilität unter Beweis zu stellen und zu Höchstleistungen aufzulaufen?
Ist die Krise womöglich sogar eine Chance?
Eine Chance, etwas zu verändern?
Welche Ressourcen habe ich zur Verfügung und wie kann ich sie nutzen?
Was brauche ich, um meine volle Kraft zu entfalten?

 

Kann ich kreativ ein wenig Farbe in diese anstrengende Zeit bringen?

Ja, durchaus. Probiere es doch mal selbst aus. Werde kreativ.
Auch Du bist von dieser Virus-Krise auf Deine ganz eigene Weise betroffen.
Lass Dich doch mal kreativ treiben, wenn Du magst… und setze Dich auf Deine Weise mit der Situation und Deinen Themen in diesem Zusammenhang auseinander. Oder schaue einfach mal, ohne Plan, was entstehen möchte...

Sei auch Du ein/e Lebens-KünstlerIn!

Unsere Schulungsräume:

 

Nutzen Sie die Möglichkeiten!

 

AGB

Kleine Einblicke in kunsttherapeutische Arbeiten:

 

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Tel.: +49 2851 9616874
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